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Akkommodation, Presbyopie 

 

Als Akkommodation wird die Fähigkeit des Auges bezeichnet, nahe Gegenstände scharf abzubilden. Das gesunde Auge braucht für das Sehen in der Ferne keine Akkommodation.
Soll das Auge jedoch nähere Objekte scharf abbilden, so erfolgt das durch eine Veränderung
der Form der Linse, dieser Vorgang wird als Akkommodation bezeichnet.
Mit zunehmendem Alter lässt die Elastizität der Augenlinse nach.
Ein Kleinkind kann noch auf eine Entfernung von etwa sechs Zentimetern scharf sehen,
ab etwa 30 Jahre liegt die Grenze des scharfen Sehens etwa bei 15 Zentimetern und
ab etwa 50 Jahren liegt die Grenze bei ungefähr 40 Zentimetern.
Durch Nahbrillen mit konvexen Gläsern wird die Alterssichtigkeit (Presbyopie) ausgeglichen.

 

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Glaukom (Grüner Star)

Unter dem Glaukom (Grüner Star) versteht man einen relativ zu hohen Augeninnendruck, der zu einer Schädigung des Sehnervs führt. Diese verläuft in der Regel chronisch schleichend ohne subjektive Beschwerden und führt zunächst zu Gesichtsfeldausfällen, später auch zum Verlust der Sehkraft bis zur Erblindung. Fast 1% der Bevölkerung ab dem 40. Lebensjahr ist am Glaukom erkrankt, die Häufigkeit steigt mit höherem Alter. Das Glaukom tritt familiär gehäuft auf, oft aber sekundär durch Verletzungen, Medikamente (Kortison) oder im Zusammenhang mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus. Risikofaktoren sind ebenso starke Kurzsichtigkeit und Durchblutungsstörungen. Die Therapie besteht in der Gabe von drucksenkenden Augentropfen, die ein Fortschreiten verhindern sollen; bei ungenügender Druckeinstellung wird ein operativer Eingriff erforderlich. Bei o. g. Krankheitsbild sind regelmäßige Druck- und Gesichtsfeldkontrollen dringend erforderlich, evtl. auch eine weitere Diagnostik durch GDX (Laser-Tomografie des Sehnervs) und Pachymetrie (Hornhautdickenmessung).

 

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Cataract (Grauer Star)

Beim Grauen Star handelt es sich um eine Trübung der Augenlinse, die je nach Ausmaß das Sehvermögen des Patienten in Ferne und Nähe beeinträchtigt. Meist entsteht sie als Folge der natürlichen Alterung und schreitet langsam fort. Weitere Ursachen können schwere Entzündungen des Auges, Trauma, erbliche Vorbelastung, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder eine Kortisonbehandlung sein.

Symptome: Kontraste werden unschärfer, das Gesehene matter, Farben verlieren die Leuchtkraft, die Blendungsempfindlichkeit steigt (Beeinträchtigung im Straßenverkehr!)

Behandlung: Die Behandlung des Grauen Stars erfolgt durch eine OP, in der Regel durch örtliche Betäubung, in der die eingetrübte Linse durch eine individuell berechnete Kunstlinse ersetzt wird und zu einer Sehschärfenverbesserung führt, sofern keine weiteren Augenerkrankungen vorliegen.

 

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Maculadegeneration

Die Maculadegeneration bezeichnet die meist altersbedingte Veränderung der Netzhautmitte, dem sog. "gelben Fleck“ oder Macula. Diese ermöglicht beim gesunden Patienten das scharfe Sehen, während die übrige Netzhaut das Gesichtsfeld bietet. Aufgrund des zunehmenden Alters der Menschen tritt eine Veränderung der Macula immer häufiger auf und ist heute die häufigste Erblindungsursache im Alter. Sie zeigt sich durch eine herabgesetzte Sehschärfe, Verzerrtsehen und letztlich durch einen schwarzen Fleck genau in der Mitte des Gesichtsfeldes. Die sog. ”trockene“ Maculadegeneration bleibt lange unbemerkt, während die ”feuchte“ Maculadegeneration zu einer deutlichen Sehminderung bis zum Verlust der Lesefähigkeit führt. Die Therapiemöglichkeiten sind zzt. noch eingeschränkt. (PDT, Avastin- und Triamcinolon-Injektionen), eine Besserung des Sehvermögens ist unter Umständen durch vergrößernde Sehhilfen wie Lupenbrillen, Bildschirmlesegerät etc. zu erreichen. Ein frühzeitiges Erkennen ist für den Therapieerfolg maßgeblich.

 

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Lidoperation

  1. Entfernung von gutartigen Tumoren z. B. Papillome, Fibrome
  2. Entfernung von entzündlichen Veränderungen ( z. B. Chalazion-Hagelkorn)
  3. Entfernung von Xanthelasmen
  4. Entfernung von bösartigen Tumoren z. B. Basaliome
  5. Kosmetische Operationen: Dermatochalasis der Lider (hängende Lider), wobei die überschüssige Haut und ggf. auch Muskelgewebe entfernt werden

Die Operationen der Lider werden in Lokalanästhesie durchgeführt. Die Fäden werden in der Regel nach 6 - 8 Tagen enfernt.

 

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Diabetische Retinopathie 

Der Diab. mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung und führt zu Schäden an den kleinen Gefäßen (Mikroangiopathie) der Augen, Nieren und der peripheren Nerven. Die diabetische Netzhauterkrankung ist die häufigste Erblindungsursache in den westlichen Ländern ( im Alter zw. 20-65 Jahren). Man unterscheidet je nach Ausprägung die nicht proliferative Diab. Retinopathie von einer proliferativen Diab. Retinopathie. Es finden sich Blutungen, Ödeme und Lipidablagerungen in unterschiedlichem Ausmaß. Beide Formen können von einer diab. Makulopathie begleitet sein, d. h. einer Schädigung im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens. Die Therapie besteht in einer Lasertherapie, um die Netzhaut zu stabilisieren und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Bei weit fortgeschrittenen Stadien muss die Glaskörperchirurgie bzw. Netzhautchirurgie eingesetzt werden. Zur Vorbeugung der Entstehung einer diab. Netzhautveränderung ist eine gute Diabetes-Einstellung notwendig. Die beste Kontrolle hierfür ist der HbA1C-Wert (Langzeitwert über Blutzucker-Einstellung der letzten drei Monate). Auch wenn keine Sehstörung vorliegt, sollte sich jeder Diabetiker regelmäßig einer augenärztlichen Untersuchung unterziehen, sodass Netzhaut-Veränderungen bereits im Anfangsstadium entdeckt und behandelt werden können.

 

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Orthoptik 

Die Orthoptik befasst sich mit allen Störungen des beidäugigen Sehens bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen.
Gutes, beidäugiges Sehen ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Kindes. Wenn sich die Sehfähigkeit bis zum 6. Lebensjahr nicht voll entwickeln kann, bleiben schwerwiegende Sehbehinderungen eines oder beider Augen zurück. Diese können zum Verlust des räumlichen Sehens führen.

Ursachen können sein:

  • Fehlsichtigkeiten:
    Hyperopie (Weitsichtigkeit)
    Myopie (Kurzsichtigkeit)
    Astigmatismus (Hornhautverkrümmung)
    Anisometropie (einseitige bzw. unterschiedliche Fehlsichtigkeit)
  • Strabismus: Schielen = Fehlstellung eines oder beider Augen (ca. 4 Mio. Menschen sind bei uns davon betroffen)
  • angeborene Cataract ( Linsentrübung)
  • angeborener Grüner Star: Glaukom (erhöhter Augendruck)

Beteiligt sich ein Auge aufgrund der oben genannten Gründe nicht am Sehakt, entsteht eine Schwachsichtigkeit. Es ist wichtig, eine Amblyopie frühzeitig zu erkennen, da eine Therapie nur bis zum 6. Lebensjahr zum Erfolg führen kann.

Therapiemöglichkeiten:

  • Versorgung mit Brillengläsern
  • Behandlung der Sehschwäche (evtl. Pflaster-Occlusionstherapie)
  • Augenmuskel-Operation

Wichtig dabei ist aber die Mithilfe der Eltern und eine frühzeitige Vorstellung der Kinder zur augenärztlichen-orthoptischen Untersuchung.

Als “Warnzeichen” einer vorliegenden Sehstörung können folgende Symptome auftreten:

  • Schielen, auch wenn es nur gelegentlich auftritt
  • häufiges Reiben der Augen
  • Rötung der Augen
  • häufiges Zukneifen der Augen
  • auffälliges Stolpern
  • Doppelbilder
  • Konzentrationsprobleme
  • Kopfschmerzen