Kindersprechstunde

Besonderes Augenmerk legen wir auf die kleinen Patienten, deren Sehfähigkeit sich unter möglichst optimalen Bedingungen in den ersten Lebensjahren entwickeln soll.

Da laut Gesetzesvorlage eine augenärztliche Vorsorgeuntersuchung bei Kindern nicht vorgesehen ist, ist eine enge Zusammenarbeit mit Eltern und besonders den Haus-/ Kinderärzten besonders wichtig, um Sehfehler frühzeitig aufzudecken.

Orthoptik

Die Orthoptik befasst sich mit allen Störungen des beidäugigen Sehens bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen. Gutes, beidäugiges Sehen ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Kindes. Wenn sich die Sehfähigkeit bis zum 6. Lebensjahr nicht voll entwickeln kann, bleiben schwerwiegende Sehbehinderungen eines oder beider Augen zurück. Diese können zum Verlust des räumlichen Sehens führen.

Ursachen können sein:

  • Fehlsichtigkeit
  • Strabismus: Schielen = Fehlstellung eines oder beider Augen (ca. 4 Mio. Menschen sind bei uns davon betroffen)
  • angeborene Katarakt (Linsentrübung)
  • angeborener Grüner StarGlaukom (erhöhter Augendruck)

Beteiligt sich ein Auge aufgrund der oben genannten Gründe nicht am Sehakt, entsteht eine Schwachsichtigkeit. Es ist wichtig, eine Amblyopie frühzeitig zu erkennen, da eine Therapie nur bis zum 6. Lebensjahr zum Erfolg führen kann.

Therapiemöglichkeiten:

  • Versorgung mit Brillengläsern
  • Behandlung der Sehschwäche (evtl. Pflaster-Occlusionstherapie)
  • Augenmuskel-Operation

Wichtig dabei ist aber die Mithilfe der Eltern und eine frühzeitige Vorstellung der Kinder zur augenärztlichen-orthoptischen Untersuchung.

Als “Warnzeichen” einer vorliegenden Sehstörung können folgende Symptome auftreten:

  • Schielen, auch wenn es nur gelegentlich auftritt
  • häufiges Reiben der Augen
  • Rötung der Augen
  • häufiges Zukneifen der Augen
  • auffälliges Stolpern
  • Doppelbilder
  • Konzentrationsprobleme
  • Kopfschmerzen

Lassen Sie ihre Kinder von unserer Orthoptistin, Frau S. Vielhauer-Höppner, untersuchen.